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Nachlassauktion Johannes Rüter am 17.02.2018

Ein Leben für die Pferdezucht - Johannes Rüter (1955-2017)

Johannes Rüter, ein bedeutender Züchter und Hengstaufzüchter, ist mit nur 62 Jahren zu Weihnachten verstorben und hat ein großes hippologisches Erbe hinterlassen.
Der westfälische Hengstaufzüchter des Jahres 2009, der zeichnet verantwortlich für Hengste wie LB Peking, LB Pascavello oder auch LB Rüter und Chablis Blanc. Genauso stammen aus seiner Aufzuchtstätte Red Diamond Fox oder auch Cornetto King von Cornet Obolensky. Nun fehlt er zuhause in Waltrop und es gilt sein Vermächtnis, wertvolle Zucht- und Aufzuchtpferde in kompetente Hände zu geben.

Hannes Rüter war als Züchter immer dem Besten verpflichtet. So lesen sich die Abstammungen in seinem Bestand wie das Who-is-who der internationalen Spring- und Dressurpferdeszene.

Seine Brüder haben nun die traurige Aufgabe diesen wertvollen Zuchtbestand aufzulösen und haben mich damit beauftragt dies in Form einer Nachlassauktion zu organisieren. Es werden, vom Absetzer bis zur tragenden Stute, vom Youngster an der Longe bis zum turnierplatzierten Reitpferd, 50 Pferde sein, die am 17.Februar in Reitsportzentrum Massener Heide zur Versteigerung kommen.

So einfach kann Auktion sein

Von Zeit zu Zeit werde ich angerufen, wie gerade einmal wieder geschehen und werde gefragt, wie Auktionen funktionieren, wie abgerechnet wird und/oder was man als Einlieferer bedenken muss, wenn man eine Auktion durchführen lassen möchte.

Die Tradition der gewerblichen Versteigerung geht zurück bis in die Antike. Eine beachtliche wirtschaftliche Bedeutung erlangt dieses Rechtsinstitut mit Beginn der Überseeschifffahrt, als ganze Schiffsladungen im Wege der Versteigerung vermarktet wurden, und so haben sich bis heute in Teilmärkten, wie z.B. im landwirtschaftlichen Bereich bei Obst, Gemüse und Blumen aber auch beim Absatz von Zucht- und Nutztieren Märkte mit einem beachtlichen Stellenwert entwickelt.

Ganz wichtig für die beteiligte Öffentlichkeit ist, dass aus der Sicht des Bieterkreises der Versteigerer nicht als verlängerter Arm des Auftraggebers gilt, sondern sich vielmehr als Unparteiischer darstellt. Andererseits nimmt er aus Sicht seiner Auftraggeber eine Treuhänderstellung für die eingebrachten Sachen und Rechte ein. Dieser zweiseitigen besonderen Vertrauensstellung trägt das Gesetz dadurch Rechnung, dass es dem Versteigerer solche Verhaltensweisen von vorne herein verbietet, die sich als ein Ausnutzen dieser Vertrauensstellung deuten ließen. Dies alles ist in § 34 b der Gewerbeordnung zum Versteigerergewerbe geregelt und für Jedermann nachzulesen.

„Der Unterscheid zwischen der üblichen Handelstätigkeit und der des Versteigerers wird jedoch deutlich, wenn man die Anzahl der Beteiligten vergleicht: bei der Handelstätigkeit sind es mindestens, aber auch in der Regel zwei, nämlich Käufer und Verkäufer. Dem gegenüber sind es drei Beteiligte bei der typischen Versteigerung: der Auftraggeber, der Sachen oder Rechte veräußern will; der Versteigerer, der von diesem beauftragt wird, sowie schließlich die Gruppe der Bieter … Der Versteigerer handelt im Namen und für Rechnung des Einlieferers mit dem Ziel, einen Vertrag zwischen diesem und einem der Bieter zustande zu bringen.“ (aus Fackler-Konermann, Praxis des Versteigerungsrechts, 2. Auflage)

Aus diesem Zitat wird die Grundlage des Versteigerungswesens eigentlich simpel und eindeutig definiert. Der Neutralität des Versteigerers, also dem Ausgleich Ansprüche von Einlieferer und Kaufinteressenten, fühle ich mich verpflichtet. Auktionen können in einem bestimmten Rhythmus wiederkehrend sein. Das zeigt, dass Auftraggeber mit meiner Arbeit offensichtlich zufrieden sind – und das macht mich stolz. Auktionen können aber auch sehr kurzfristig innerhalb von 4 – 6 Wochen organisiert werden; bei Vollservice von Katalogerstellung über Veranstaltungsbewerbung bis hin zum Inkasso der Auktion, ist diese dann in der Regel innerhalb von 14 Tagen mit dem Auftraggeber komplett abgerechnet.

So einfach kann Auktion sein!